Wie geht die Kaninchensprache ?

 

 

Kaninchen kommunizieren sehr stark über die Körpersprache. Dabei spielt die gesamte Haltung, die Stellung der Ohren und der Blume eine große Rolle. 

Kaninchen können aber auch unterschiedliche Laute von sich geben. Kleine Kaninchen rufen ihre Mama mit leisem Fiepen. Ein tiefes Grunzgeräusch kann eine Warnung/ Drohung sein, wenn dein Kaninchen zum Beispiel nicht gestreichelt werden möchte. Wenn das Tier schreit, hat es sich wahrscheinlich weh getan und hat Angst. Nur dann stoßen die Tiere laute Schreie aus.

Zähneknirschen kann sowohl Wohlbehagen als auch Schmerz bedeuten. Wenn das Häschen deine Zuneigung genießt, wirst du hören wie es mit den Zähnchen "knispelt". Sollte es sich einkauern und unbeteiligt in einer Ecke sitzen, kann Zähne-Knirschen und leeres Kauen auch ein Hinweis auf Schmerz sein. Beobachte das Tier gut und bring es ggf. zum Tierarzt. Man sollte nie zu lange damit warten, denn wenn es nicht frisst, kann die Lage schnell ernst werden.

Wenn dein Kaninchen mit den Hinterläufen laut klopft, will es andere Artgenossen vor einer möglichen Gefahr warnen. Es ist eine Art Alarm, die besagt: Aufgepasst! Gefahr im Anflug!

Geduckte Haltung signalisiert, daß das Tier sich fürchtet. Es sitzt dann wahrscheinlich mit weit aufgerissenen Augen und starker Atmung regungslos da, in einer sogenannten Angststarre. Es hofft, daß Fressfeinde es nicht orten können, solange es sich nicht rührt.

Schlägt es haken und rennt, dann freut es sich wahrscheinlich des Lebens.

Es kann natürlich auch sein, daß es panisch auf der Flucht ist. Das kann z.Bsp. passieren, wenn du dich dem Tier zu stürmisch und von oben näherst, denn es ist ja ein Fluchttier. Gefahr kommt in der Natur halt oft aus der Luft , durch Raubvögel.

Um sich guten Überblick zu verschaffen, machen Kaninchen Männchen.  Auf dem Foto unten sieht man Biba, wie sie sich umsieht. Dabei schauen sie mit großen Augen und aufrecht stehenden Öhrchen (Schlappöhrchen nicht) in die Welt. Meist schnuppern sie in die Luft, wobei das Näschen aufgeregt wackelt.

Um dich oder Artgenossen zu begrüßen, stupst es mit der Nase, um Aufmerksamkeit zu erlangen.

Kaninchen lecken sich gegenseitig, um Fellpflege zu betreiben. Es bedeutet aber in jedem Fall Zuneigung. Sollte es deine Hand schlecken, mag es dich sehr.

Wenn es dich mit dem Schnäutzchen energisch wegschiebt, hat es genug Streicheleinheiten- es möchte in Ruhe gelassen werden.

Dominante Kaninchen rammeln ihre Artgenossen, um zu zeigen, wer der Chef ist. Dieses Verhalten hat nicht nur mit Fortpflanzung zu tun.

Kaninchen reiben manchmal mit dem Kinn über Gegenstände. So markieren sie mit der Kinndrüse ihr Revier. Die Grenzen des Terrains  werden aber auch mit Kot und Urinspritzern markiert. Am After des Kaninchens befindet sich die Analdrüse. Mit einem Duftsekret, das ausgeschieden wird, werden die Köttel umhüllt.

Kaninchen sind Tiere, die ihre Nester und Verstecke unterirdisch bauen. Deshalb ist das Buddeln ein instinktiver Trieb. Wenn du deinem Kaninchen einen Auslauf im Garten zur Verfügung stellst, sollte dieser entsprechend gesichert werden, damit dein Liebling sich nicht ausbuddelt.

Auch Tiere die in Gruppen gehalten werden, werden zutraulich. Meine Zwerge sind sehr neugierige kleine Gesellen, die immer um mich herumspringen, wenn ich ihr Gatter betrete. Sie erwarten dann schon das gewohnte Leckerli in Form von Banane und erlauben mir nicht, einen Schritt vor den anderen zu setzen, ohne fast über ein Kaninchen zu stolpern. Die Tiere werden sehr anhänglich und neugierig, wenn man ihr Vertrauen erst einmal gewonnen hat. Wenn dein Häschen sich nicht streicheln lassen möchte, lass es gewähren. Zwing es zu nichts, dann kommt es schon irgendwann von alleine. Kaninchen mögen es nicht, ständig hoch genommen zu werden und aus heiterem Himmel gepackt zu werden. Rede viel mit dem Tier und näher dich behutsam aber nicht schleichend. Wenn dein Liebling spürt, daß nichts zu befürchten ist, wirst du viel Freude  an dem kleinen Racker haben. Ein Tier, das sich ganz sicher fühlt, liegt auch schonmal entspannt ruhend, mit geschlossenen Augen, auf der Seite.

Kaninchen sind dämmerungsaktiv und schlafen Nachts nicht viel. In der Morgen- und Abenddämmerung werden sie richtig mobil. Deshalb ist es wichtig, daß die Tiere auch in der Nacht ausreichend Platz zum Toben haben.

 

Biba verschafft sich besseren Überblick, in dem sie Männchen macht
Biba verschafft sich besseren Überblick, in dem sie Männchen macht