Gabriel Garcia Marquez
Gabriel Garcia Marquez

 

 

 

Es heißt, auf der anderen Seite des Regenbogens warten saftige, weite Wiesen zum Toben und viel Sonnenschein. Viele andere Häschen  sind schon dort und nehmen den Neuankömmling in Empfang. Einsam ist dort keiner. Alle sind frei. Es gibt immer genug Futter und niemals Not. Für manche armen Seelen, ist dort bestimmt ein besserer Ort.

Es ist durchaus wichtig für uns zu wissen, dass unser geliebtes Tier nicht einfach weg ist, sondern dass es seinen festen Platz findet, wenn es soweit ist.

 

Tiere zu halten und sie zu lieben, bedeutet irgendwann auch Schmerz. Das ist die Schattenseite, die wir hinnehmen müssen.

Für Menschen, die allein sind und für die das Tier- egal welcher Art- ein treuer BEGLEITER ist, ist der Abschied besonders hart. Manche Leute mögen die Trauer um ein Haustier als albern empfinden. Das ist sie ganz und gar nicht. Einen Verlust zu verspüren bedeutet, dass uns unser kleiner Freund wichtig war. Dass wir mit Herz für sein Wohl gesorgt haben. Genau so sollte es sein.

Hinter der Regenbogenbrücke gehts weiter...

 

 

 

 

Bibo, mein Dickerchen, du bist heute, am 05.03.2020 um 10:30 Uhr über die Regenbogenbrücke gehoppelt. Du hast in meinem Arm, deine letzte Reise angetreten. Du hast uns allen viel Freude gebracht. Leider bist du nicht so alt geworden, wie ich es mir gewünscht habe- geboren wurdest du im April 2017. Du hast in deinem kurzen Leben viel gelitten. Du hast schon früh ein Auge verloren, hast dir im Kampf diverse Verletzungen zugezogen und dann... kam der Tumor. Aber du hattes auch gute Zeiten in viel Gesellschaft, draussen im Gehege.

Dein Kampf gegen den Krebs, ist heute zu Ende gegangen.

Wir haben dich lieb und du bleibst immer in unseren Herzen. Es tut mir so unendlich leid, dass wir dir nicht helfen konnten. Dich gehen zu lassen, fiel schwer. Diese Entscheidung über Leben oder Tod zu treffen, war schlimm für mich... Aber du solltest auf keinen Fall leiden. Als vor fünf Monaten diagnostiziert wurde, dass du Lungenkrebs hast, war uns schon klar, dass du uns verlassen wirst. Leider eine Stelle, an der man dich nicht operieren konnte. Bis heute warst du ein tapferer, kleiner Krieger. Über Nacht kam nun noch ein anderes Problem hinzu- möglicherweise war es ein Schlaganfall oder auch ein E.C.- Schub, stressbedingt durch Atemnot oder Schmerzen.

Heute früh, als ich dich in dem jämmerlichen Zustand fand, schwer atmend, taumelnd und zitternd, hab ich mir gedacht: Du willst doch wohl nicht dein Köfferchen packen... oder ?

Die Lunge wurde nochmal geröntgt, um sicher zu gehen, bevor man etwas entscheidet. Der böse Krebs ist noch größer geworden und nahm dir die Luft weg. Vielleicht tat er dir inzwischen auch weh.

Jeglicher Versuch dich zu halten, hätte nur bedeutet, dass man etwas Unausweichliches herauszögert. Ich hab dir aber fest versprochen, ich lasse nicht zu, dass du dich quälst und du hast dich auf mich verlassen. Es war nun an der Zeit, leb wohl zu sagen und dich zu erlösen. Als Tante Doktor die Sritze gesetzt hat, hab ich dich gestreichelt. Dann hat dein kleines Herzchen einfach aufgehört, zu schlagen und du bist auf leisen Pfötchen von dannen gezogen...


Gute Reise, mein kleiner Schatz.

 

Ich kann gar nicht sagen, wie traurig ich bin. Aber Tierliebe bedeutet auch, loszulassen wenn die Zeit gekommen ist.

 

06.03.2020

Mein Dickerchen, ich glaube, es war die richtige Entscheidung- ich hoffe, dass es so ist. Der Verstand sagt: Ja, es war besser für dich. Der Verstand sagt auch, du warst dabei, dich aufs Sterben vorzubereiten- ich habe dir nur noch etwas geholfen, damit es leichter für dich ist.

Doch mein Herz schmerzt und es ist unmöglich, nicht zu weinen... wie soll es mir gelingen, den heutigen Tag zu überstehen?

Ich muss dauernd an dich denken.

Aber diese Trauer, gehört wohl dazu. Und es wird eine Weile dauern, bis ich verstehe, dass du fort bist. Du bist der erste, aus der Kaninchen-Familie, der uns verlassen hat. Mein armes Kerlchen, dir blieb aber auch nichts erspart.

 

21.03.2020

Dickerchen, ich habe dir heute frische Blümchen aufs Grab gepflanzt. In Lila und Gelb. Es liegt noch ein großer Stein auf der Platte. Es muss etwas sacken. Dann bekommst du noch mehr bunte Blumen. Ich kann nicht verhindern, dass die Tränen wieder kullern. Du hast halt der Bande da draußen Charakter verliehen. Du warst ein besonderer Hasenmann.

Du fehlst mir.

 

 


 

Mein Bubi- Häschen, mein Seelentröster, mein Ein und Alles. Gestern, am 06.10.2020 hast du mich verlassen. Hast einfach aufgegeben und bist aus der Narkose nicht wieder aufgewacht. Schuld daran war eine Zahnsanierung. Der einzelne Schneidezahn sollte dabei mit gezogen werden. Damit du, mit etwas Glück, nie wieder wegen der Backenzähnchen in Narkose musst. Der Plan war, dass dadurch der Abrieb der hinteren Zähnchen besser wird und evtl der ständige Durchfall auch verschwindet. Ich wollte dir helfen, dass in Zukunft alles etwas erträglicher für dich wird. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung.

Ich konnte das Wartezimmer nicht verlassen. Ich hab es irgendwie nicht übers Herz gebracht, zu gehen.  Dann holte man mich plötzlich in den OP. Die Ärztin schüttelte traurig den Kopf.

Nein....nicht du....nicht du, mein Schatz, bitte nicht.  Mein Herz ist in dem Moment in tausen Teile zerbrochen.

Du hast dich einfach auf den Weg gemacht. Du wirst mir fehlen und dein Verlust ist mit Abstand das Schrecklichste. Ich weiß nicht, wie ich die richtigen Worte finden soll. Ich bin sprachlos, auch wenn ich so viel sagen möchte. Du warst mein Baby. Ein Teil der Familie. Jetzt bist du fort....

Im Auto auf der Fahrt zum Tierarzt hab ich gebetet : Gott, halt deine schützenden Hände über meinen Häschenmann- nun hat er dich zu sich befohlen, einfach so.

Ich glaube einfach nicht, dass das wahr ist. Warum? Warum einfach so plötzlich? Nichts passiert ohne Grund, oder?

Vielleicht war das der Schutz, der dir zuteil werden sollte. Vielleicht wurdest du vor irgendetwas bewahrt.

 

Ich habe dich an einer Stelle beerdigt, die ich immer sehen kann. Eine Stelle, an der wir uns ganz nah sind, mein Bubi.

 

08.10.2020

Ich werde heute zum Gärtner gehen und ein Bäumchen für dich aussuchen. Es soll dort wachsen, wo du schläfst, mein Schatz. Ich gieße es und pflege es dann jeden Tag, so wie ich mich um dich gekümmert habe. Ich weiß nicht, woher die vielen Tränen kommen, aber ich kann nicht aufhören zu weinen. Jeder Gedanke gehört dir. Du bist allgegenwärtig. Dich gehen zu lassen, ist das Schwerste. Wie soll ich denn nur ohne deine Zuneigung und deine liebevolle, kleine Schnute sein? Ohne dein wohliges Knispeln, wenn ich dich gestreichelt habe. Ohne deine vielen Häschen-Küsschen.

 

 

10.10.2020

Die Kerzen auf deinem Grab brennen, mein Häschen, ich kann es vom Fenster aus sehen. Denke an dich mein kleiner Bubi. Ich hoffe es geht dir gut da oben. Bin wach, es ist 4 Uhr und ich kann nicht schlafen....bin bei dir. Ich kann deine kleine Schnupperschnute fühlen, wie du dich zart näherst und dann Küsschen verteilst. Deine Schnupperhäärchen kitzeln an meiner Nase...du liegst in in meiner Armbeuge und kuschelst dich an, wie so oft...
Doch nichts ist unendlich, nur die Liebe zu dir in meinem Herzen.

 

12.10.2020

Mein Urlaub ist vorbei. Ich hoffe, ich schaffe den Tag ohne zu weinen. Mein erster Gedanke warst du und du bist sicher auch wieder der Letzte. Wie sehr ich dich liebe, mein Süßer- schwer in Worte zu kleiden. Sowas muss man fühlen. Das kann man nicht erklären.

 

29.10.2020

Bubi...

Dein Bäumchen ist gepflanzt. Im Frühling, wenn es wieder anfängt grün zu werden, wird es wunderschön aussehen. Für dich, mein Süßer.

 

03.11.2020

Fast einen Monat ruhst du nun schon schon in der kühlen Erde, mein Bubi. Ich denke jeden Tag an dich. Jeden Tag schenke ich dir ein Lächeln und ein paar Tränen. Jeden Tag fühle ich die Leere, die du hinterlassen hast. Wenn ich sage, dass ich dich liebe, dann meine ich das von ganzem Herzen, mein bester Freund.

Du wohnst in meinem... in unseren Herzen. Wir vermissen dich. Ich hoffe, der Schmerz vergeht irgendwann und wenn ich dann an dich denke, dann stets  mit Wärme und Dankbarkeit dafür, dass du bei uns warst. Du hast so viel gegeben und uns erfreut.

 

04.01.2021

Bubi, drei Monate bist du nun fast fort. Du fehst mir. Ich kann immer noch nicht von dir sprechen, ohne das Gefühl zu haben, mein Herz spring aus meiner Brust. Ich weiß, du bist hier, auch wenn du nicht hier bist. Und ich weiß, du bleibst auch. Und doch würde ich so viel dafür geben, dich im Arm zu halten.

 

Ich hatte ein tröstliches Gespräch mit einer Freundin. Sie ist Pastorin und ich habe sie gefragt, ob Tiere wohl eine Seele haben.

Sie sagte: "Natürlich haben sie eine. Den Gedanken, dass sie keine haben, brauchst du gar nicht weiter denken. Und dein Bubi ist bei dir. Er wird immer bei dir sein."

Danke für diesen Trost. Ich halte mich daran fest. Denn was ich fühle ist ganz einfach- unglaublichen Verlust.

 

 

 


 

 

Meine kleine Ingeborg, du wurdest im Januar 2016 geboren und heute, am 06. Januar 2021 um 17 Uhr, hast du mich verlassen. Genau drei Monate nach Bubi. Er hat dich wohl gerufen. 5 Jahre, durftest du nur alt werden. Ich habe gehofft, du wirst 100.

Du warst so eine süße, kleine Maus. Meine Schöne, meine wunderschöne Ingeborg.

In der letzten Zeit, bist du viel ruhiger geworden. Ich dachte, das macht hauptsächlich das Älterwerden. Vor einer Woche war ich mit dir beim Arzt, weil ich gar keinen guten Eindruck hatte. Hast zunächst Schmerzmittel bekommen. Ich sollte dich ein Paar Tage beobachten. Der Kastrationstermin stand außerdem an, weil man deine Gebärmutter ertasten konnte und eine Röntgenaufnahme vor einer Weile, einen Schatten zeigte. Ich wollte das in meinen Urlaub legen, damit ich für dich da sein kann. Die OP Bodys waren heute in der Post- was für eine Ironie....

Dein Allgemeinzustand hat sich, in den wenigen Tagen, noch sehr  verschlechtert. Deine Atmung wurde schwer und heute dann, diese niederschmetternden Diagnose.

Eine erneute Aufnahme deines zarten Körperchens, zeigte einen Tumor in der Blase und dunkle Schatten auf der Lunge- Metastasen.

Wieder stand ich nun da und sollte über Leben und Tod entscheiden. Ich kann gar nicht sagen, wie schrecklich sich das anfühlt.

 

Du hast im Arm deinen letzten Atemzug getan. Du wirst mir fehlen, kleine Inge. Ich werde dich morgen neben Bubilein begraben- dort gehörst du hin, denn du warst seine große Liebe.

Und wieder ist ein Lebenslicht erloschen.

 

07.01.2021

Inge, ich habe dich neben Bubi zur Ruhe gelegt. Ich bin traurig, meine Kleine, mein Herz ist schwer. Der Bubi fehlt mir noch so sehr und jetzt bist du ihm schon gefolgt. Wie sehr ich euch alle liebe...

 

Das Grab ist schlicht. Ich habe eine kleine Platte bestellt, worauf dein Name geschrieben steht.  Jetzt steht noch eine große Schale, mitten auf eurem Platz. Die musst du dir mit Bubi erstmal teilen, bis im Frühling schöne Blumen gepflanzt werden.

 

 


Schnecke sollte im April  in die Gemeinschaft der Hoppelfreunde aufgenommen werden, da sie allein war- so war jedenfalls der Plan.

Leider hat sie heute, am 24.03.2020, ihr Köfferchen gepackt. Immer wiederkehrende, schlimme Kieferentzündungen und Operationen, haben es ihr schwer gemacht.

Sie war schon zehn Jahre alt und ihr Kampf ist nun vorüber.

Gute Reise, kleiner Schatz, komm gut drüben an und grüß Bibo, wenn er dir über den Weg hoppelt...