Gesundheitstagebuch

 

 

Wenn eins meiner Tiere erkrankt, werde ich hier eintragen, wie es sich äußert und wie behandelt wird. Du kannst dann lesen, wie sich eine Krankenversorgung gestaltet und wie langwierig und emotional, teilweise auch belastend, eine Behandlung unter Umständen sein kann. Schließlich sorgt man sich um die kleinen Rabauken. Und manchmal denke ich mir, wenns läuft dann läufts. Es gibt Zeiten, da löst ein Unglück das Andere ab.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle gilt der gesamten  TA Praxis Dr.Tholen in Braunschweig, insbesondere der Tierärztin Frau Tina Marie Hämpke. Ich fühle mich dort immer gut aufgehoben und beraten.

Das hier Beschriebene, sind meine eigenen Erfahrungen, die mich im Laufer der Jahre an meiner Aufgabe wachsen ließen.

Erfahrungen, die mich manchmal jedoch auch verzweifeln lassen. Man lernt unheimlich viel. Man wird fast schon selbst, zum halben Tierarzt. Das beginnt bei der Beobachtung der Tiere und dem Erkennen möglicher Probleme.

Erkennen kann Leben retten.

 

2019

Hermines Krebs

Es liegt schon etwas länger zurück....Frühjahr 2019. Bevor ich anfing, diese Homepage zu erstellen und dieses  Tagebuch zu führen.

Deshalb ist dieser Eintrag auch nicht mehr so genau. Ich möchte aber trotzdem, von dem extremen Fall berichten:

 

Hermine war ein kleines Findelkind, welches ich von einer Bekannten übernahm. Sie saß eines Tages bei ihr auf der Terrasse und ließ sich einfangen. Sie lebte dort viele Jahre, bis ich sie bekam. Hier war sie fortan nicht mehr allein. Hermine ist inzwischen mindestens ca 9 Jahre + ( Stand 2020).

Im März 2019 wollte ich sie routinemäßig untersuchen... Öhrchen, Krallen etc. Wie man das ab und zu so macht. Hermine ist ein kleines Fellmonster, muss man dazu sagen. 2/3 Fell und 1/3 Kaninchen :-)

Als ich sie hochnahm und anfing sie abzutasten, bemerkte ich eine riesige, knubbelige Geschwulst. Die lag zwischen den Vorderbeinchen, im langen Fell verborgen, völlig unsichtbar.

Das Ding war, ungelogen, so groß wie ein Tennisball. Es zog sich sogar bis in den rechten Oberschenkel hinein.

Ich, kreidebleich vor Schreck, hab alles fallen lassen und rief sofort den Tierarzt an, wo ich unverzüglich dran kam.

Wie konnte mir DAS entgangen sein???

Mein Gewissen nagte an mir, weil ich dachte, ich sei zu nachlässig gewesen. Hätte ich sie doch noch öfter genauer angeschaut!

Andererseits, sah sie immer putzmunter aus und ich fange sie nur ein, wenn es sein muss. Zur gelegentlichen Kontrolle wegen der Krallen oder zur Medikamentengabe, wenn nötig.

Der Tierarzt nahm mir dieses dumme Gefühl, denn er sagte, sowas wächst rasant schnell. Innerhalb kurzer Zeit, kann ein Tumor Ausmaße wie diese annehmen.

Nun hatten wir folgende Optionen:

1. Operieren, weil sie sonst noch sehr fit ist.

2. Nur mit Schmerzmitteln behandeln, falls sie Schmerzen hat und den Dingen ihren Lauf lassen. Einschläfern sobald sie sich quält.

3. Gleich einschläfern.

 

:-(

 

Ich wollte ihr die Chance geben, gesund zu werden und zu leben. Einschläfern lassen, könnte ich sie immer noch, wenns schlimm würde oder wenn der Tumor nach der OP wieder käme. Der TA war zwar meiner Meinung, aber dennoch durchaus skeptisch, wegen der Größe des Geschwürs.

Gesagt, getan. Hermine wurde operiert. Sie hatte danach einen komplett rasierten Bauch und die Brust war auch nackt. Selbst das Beinchen war haarlos. Eine riesige Naht, prangte nun auf ihrem zarten Körper. Meine arme Maus. Jetzt sah man erst genau, wie zerbrechlich klein sie ist.

Sie wurde mit Antibiotika, Bene Bac und Schmerzmitteln behandelt. Nahrung nahm sie glücklicherweise selbstständig auf, wobei sie durch eine Halskrause behindert wurde. Diese nahm ich ihr recht bald ab und zog ihr eine aufgeschnittene Socke an. Die saß 1A, wie ein Strickpullover. So konnte Herminchen nicht so leicht an der Naht knabbern und ihr nacktes Bäuchlein wurde außerdem gewärmt. Ich musste natürlich darauf achten, dass sie sich nicht auszog. Aber sie war brav. Die Halskrause hinderte das Tier an der Aufnahme des Blinddarmkots und an der Möglichkeit, sich zu putzen. Die Schlafkrümel in den Augenecken musste ich vorsichtig entfernen. Selbst beim Fressen und Trinken hatte sie Probleme mit dem dummen Teil. Deshalb- weg mit dem Trichter- Ding.

Ihr Krankenlager bekam sie in der Gartenhütte, in einem großen Quarantänekäfig, auf sauberen Tüchern. Dort musste sie nun genesen, leider getrennt von den anderen Kaninchen. Eine bessere Möglichkeit, sie geschützt unterzubringen, hatte ich nicht. Im Gehege, auf dem Rindenmulch, konnte sie mit dieser schlimmen Wunde leider nicht bleiben. Das wäre zu gefährlich gewesen, wegen der vielen Keime, die sich darin tummeln. Das Risiko einer Wundinfektion, war zu hoch. Die Wundhöhle war riesig. Etwas rötliche Wundflüssigkeit tropfte ab und zu heraus, was normal ist.

Der Käfig war, für diese Zeit, kein schöner- aber immerhin sicherer und sauberer Ort. Der Zweck, heiligt halt manchmal die Mittel. Sie sollte sich ohnehin nicht viel bewegen, um die Naht zu schonen. Weniger Platz war also, in diesem Fall, durchaus erwünscht. Mitleid, hatte ich trotzdem, weil sie allein war.

Ein zweites Tier mit in den Käfig zu stecken, hielt ich für unzumutbar. Auch, wenn dieser recht groß ist. Was für ein Unglück!

Sie ins Haus zu holen, hätte bedeutet, dass sie sich an die Zimmertemperatur gewöhnt hätte. Somit hätte ich sie bis zum Frühjahr drin behalten müssen, bis es draussen  warm genug gewesen wäre, damit sie sich nicht erkältet. Ich wollte sie aber so schnell wie möglich wieder in die Gruppe lassen. Ich dachte- halt durch, kleine Hermine, alles wird wieder gut!

 

Der erste Veruch, sie nach gut 3 Wochen zurück zu den anderen Häschen zu setzen, ging volle Pulle in die Hose. Ihre Narbe riss bei der Neu- Vergesellschaftung ein Stück auf und musste nochmals getackert werden. Sowas Blödes!!

Das hieß weitere 3 Wochen Isolation, bis die Haut dick genug war. Dann endlich ein neuer, erfolgreicher Versuch, Hermine wieder in die Gruppe zu integrieren. Gott sei Dank, es hat geklappt.

Die kleine Oma, wie wir sie liebevoll nennen, war zurück!

Fast ein Jahr später, tobt Hermine draussen herum und ist gesund. Der Tumor kam nicht zurück, was nun sehr oft kontrolliert wird. Einziges Handicap- sie kann das rechte Beinchen nicht ganz strecken. Die Haut musste, an der Stelle, so extrem straff zusammen gezogen werden, dass es immer noch spannt. Ich glaube, da sie alt ist, ist die Haut nicht mehr so elastisch. Sonst geht es ihr gut und sie ist aktiv und neugierig.

Ich habe also richtig entschieden, es zu versuchen. Ich bin froh darüber. Schließlich hoffe ich, dass Herminchen steinalt wird. Ohne den Eingriff, wäre sie garantiert, innerhalb weniger Wochen nach der Entdeckung, gestorben. Die letzte Reise über den Regenbogen, kann nun doch noch aufgeschoben werden.

Leider habe ich von dem Fall keine Fotos gemacht, denn ich hatte zu dem Zeitpunkt selber noch keine Ahnung, dass diese Homepage entsteht. Ein Tumor, groß wie eine Männerfaust- doch Hermine war stärker. Man sieht, auch das scheinbar Unmögliche, kann möglich sein.

Kleine Oma
Kleine Oma

06.10.2019

Bibo sitzt in der hintersten Ecke des Stalls. Kommt auch nicht zum Vorschein bei der Raubtierfütterung. Bibo ist der Dickste von allen Bewohnern....komisch...wenn DER nicht fressen möchte, stimmt was nicht. Er knirscht mit den Zähnchen und hat sein Auge zu ( er hat nur noch eins).

Ich untersuche ihn. Taste den Kiefer ab, schaue in die Öhrchen und kontrolliere, ob ich Verletzungen feststellen kann. Das Bäuchlein ist relativ prall und gluckert laut.

Ich beobachte... Überlege ob ich päppeln soll. Lieber nicht, man weiß ja nicht, warum er nicht frisst.

17:30 Anruf beim TA. Die Lage bessert sich nicht. Gott sei Dank sind die Ärzte immer da, auch Sonntags.

Diagnose nach Röntgen:  Magenüberladung und ein dunkler Schatten auf der Lunge. Gut, dass ich nicht gepäppelt habe. Der Magen ist übervoll.

Behandlung: Dimeticon- alle 2 Stunden 5ml, Flüssigkeit gespritzt, Antibiotikum Marbocyl gespritzt, Schmerzmittel Metacam gespritzt.

Zu Hause Dimeticon um 21 Uhr und um 23 Uhr nochmal. Bibo sitzt und putzt sich. Gutes Zeichen. Denke nicht, dass ich in der Nacht Medizin geben muss.

 

07.10.19

Dimeticon- verabreicht um 6:30 Uhr

Mit Bibo zur Kontrolle um 8:00 Uhr. Bauch fühlt sich viel besser an. Weiter Dimeticon und Antibotika - Marboxyl 15mg täglich. Er braucht viel, weil er so schwer ist. In 14 Tagen soll nochmals die Lunge geröntgt werden. Hoffentlich ist der Schatten dann weg. Es könnte auch ein Tumor sein, man sieht es schlecht- ich hoffe nicht.

Bibo kann heute nicht geimpft werden, weil er Antibiotika nimmt. Das wäre alles zuviel, für seinen Organismus.

Bubi, Inge und Hermine werden gegen Myxomatose geimpft.

Bubis Zahn ist schon wieder einen Kilometer lang. Muss auch gleich mit gekürzt werden.

13:30 Hermine ist ganz ruhig. Ich hoffe, die kleine Oma verträgt die Impfung. Bibo fängt an zu fressen. Habe ihn an der Schale mit den Kräutern beobachtet. Gut, dass ich heute frei habe. Kann alles im Blick behalten.

20:30 noch ein letztes Mal für heute Dimeticon. Kohlrabiblätter werden vernascht. Hermine scheint auch ok zu sein. Gut, dann haben wir alles im Griff. Werde nachher nochmal nach meinen Schätzen sehen, bevor ich schlafen gehe.

 

08.10.2019

Setze jetzt einfach die Behandlung mit Antibiotika und zusätzlich Pro Pre Bac zur Stabilisierung der Darmflora fort. Bibo futtert ganz normal mit den anderen Häschen.

 

11.10.2019

5:30 Uhr Bibo geht es wieder schlecht. Verkriecht sich. Kommt nicht zum Fressen. Hat scheinbar wieder Bauchweh.

Ich gebe Dimeticon 5ml und zwei Tropfen Metacam mit Wasser, welches ich in einer Spritze aufziehe.

6:30 erneut Dimeticon.

Bevor ich zur Arbeit fahre, werde ich nochmal nachsehen und etwas verabreichen. Das Dumme ist, heute ist niemand da, der den Dicken beobachten kann.

Ich sehe mich heute Abend schon wieder beim Notdienst sitzen :-(

13:00 Uhr wird Dimeticon gegeben und der Bauch massiert. Das tut ihm scheinbar gut. Um 19:00 Wiederholung. Bibo futtert etwas von den Kohlrabiblättern. Mal sehen, wie es morgen aussieht.

 

13.10.2019

Bibo hat Durchfall. Ich vermute, vom Antibiotikum. Ich werde es absetzen.

 

14.10.2019

10:00 Uhr Ingeborg geht es schlecht. Sie liegt in der Ecke, lässt sich einfach greifen. Das ist ungewöhnlich. Kullern im Bauch.....oh nein, bitte nicht ! Dimeticon und Pro Pre bac.

Später, nach Abtasten des Bäuchleins mit ca 10 ml Critical Care gepäppelt. Trau mich nicht, mehr zu geben....lieber nicht. Bauchmassage. Sie sieht echt schlapp aus.

 

12:00 Uhr Nochmal Dimeticon. Pro pre Bac für die Darmflora.

13:00 Uhr Ingeborg frisst Wiese und hoppelt normal herum.

Scheinbar normalisiert sich alles.

 

16.10.19

10:00 Uhr  Ingeborg sieht wieder schlapp aus. Wieder Dimeticon, Bauchi massieren.

12:00 Uhr Tierarzt, Inge bleibt da. Kann sie auch am Abend nicht abholen, es geht ihr echt schlecht. Die Temperatur ist niedrig. Sie bekommt Infusionen, Schmerzmittel, etwas das die Gase auflösen soll. TA ist skeptisch.

 

17.10.19

7:30 Uhr und ich warte, dass ich um 8:00 endlich beim TA anrufen kann. Mache mir Sorgen um meine Inge-Maus.

Endlich geht jemand ran. Sie hat, laut Arzthelferin, einen viel flacheren Bauch. Hat auch schon gefuttert. Sie darf im Laufe des Tages abgeholt werden. Ca 16:00 Uhr Abholung durch meine Tochter. Inge soll viel Heu futtern. Weiter Medikamente nach Bedarf und Rodicare.

20:45 Uhr bin ich zu Hause. Ich schaue gleich nach meiner Süßen.

Ingeborg, ich bin froh. Ich dachte nämlich schon, du willst über den Regenbogen hoppeln. Gott sei Dank bist du hier, meine Kleine.

Die Regenbogenbrücke muss noch warten.

Im Gehege steht übrigens ein Ginkgo Bäumchen. Dieser wurde von den kleinen Ganoven angefressen. Evtl. ist das der Grund des ganzen Übels.

Auf dem Röntgenbild unten sieht man den vollen Magen. Der Nahrungsbrei kann nicht weiter transportiert werden und das führt somit zu einer sehr schmerzhaften Überladung.

 

Vielen Dank an die Praxis Dr.Tholen, die mir diese Aufnahme von Ingeborg zur Verfügung stellt.

 

 

29.10.2019

17:30 Uhr  Bibo wird geimpft und zur Kontrolle geröntgt. Der Schatten auf der Lunge ist größer geworden. Die Ärztin ist sich sicher, dass es ein Tumor ist. Wir warten nach der heutigen Impfung eine Woche ab. Dann beginnen wir mit Cortison. Wenn wir Glück haben, schrumpft der Tumor oder wächst nicht weiter, sofern er gutartig ist.

Wenn er bösartig ist, kann ich es meinem Bibo nur noch so angenehm wie möglich machen, bevor er seine letzte Reise antritt.

Ich kann mich seelisch darauf einstellen. Aber im Moment bin ich einfach nur traurig...Ich hoffe, dass alles gut wird.

 

08.11.2019 

Beginne bei Bibo mit der Gabe von Cortison.

 

 

14.11.2019

10:30 Uhr mit Bubi zum routinemäßigen Zähnchenkürzen. Dabei spreche ich an, dass Bubi sehr oft ruht, japst beim Atmen und dass er ein Pfötchen  vorne lang ausstreckt. Hinweis auf Schmerzen?

Frau Hämpke (Ärztin in der TA Praxis Tholen) untersucht ihn gründlich. Auf das Abtasten des Bauchs und der Flanken, folgt eine Schmerzreaktion. Röntgen und Blutentnahme. Die Aufnahme zeigt nichts Auffälliges. Allerdings ist einer der Nierenwerte stark erhöht. Dieser steigt in der Regel bei E.Cuniculi an.

Der Parasit nistet sich nicht nur im zentralen Nervensystem ein, sondern auch gerne in den Nieren. Der erhöhte Wert könnte ein Hinweis sein, dass Bubi Träger des Erregers ist und dieser sich grade vermehrt.

Also behandeln wir ab sofort 3 Wochen lang mit Panacur, einem Mittel gegen Parasiten. Danach muss eine Kontrolluntersuchung stattfinden. Noch kein zusätzliches Antibiotikum und auch noch kein Vitamin B, da er weitestgehend ohne Symtome ist. Ich hoffe dass es, wenn es EC ist, nicht schlimm wird. Vielleicht zahlt sich gute Beobachtung wieder einmal aus und wir können früh genug gegensteuern. Mein Bubi, mein süßer Sonnenschein, alles wird gut. Wir haben schon so oft zusammen gekämpft- und bisher jedes Mal gewonnen.

 

05.12.2019

um 17 Uhr Termin mit Bubi, zur erneuten Blutkontrolle und routinemäßigem Zähnchenkürzen. Gestern habe ich ihm die letzte Dosis Panacur gegeben. Ich werde fragen, ob wir die Behandlung noch um eine Woche verlängern sollen. Bubi wirkt wieder etwas mobiler. Manchmal hoppst er herum und freut sich. Das ist ein gutes Zeichen.

Bibo, meinen Dicken, nehme ich heute gleich mit, damit wir schauen können, ob sein Tumor gewachsen ist. Vielleicht konnte die Gabe von Cortison das Wachstum verlangsamen oder sogar stoppen...ich hoffe es!

Ca 17:30 Uhr Diagnose: Bubis Blutwert hat sich weiter verschlechtert. Jetzt heißt es: den kleinen Mann gut im Auge behalten. Sollte er Symthome zeigen, muss erneut Panacur gegeben werden.

Bibos vermeintlicher Tumor ist kleiner geworden. Er sieht aber, von den Umrissen her, merkwürdig aus. Es kann auch vorgefallener Darm sein. Evtl doch kein Tumor?? Um das herauszufinden, muss Bibo Kontrastmittel bekommen, das sich dann im Verdauungstrackt verteilt. So kann man auf den Röntgenbildern mehr erkennen. Allerdings erst in ca 4 Wochen. Bis dahin weiter Cortison.

 

30.12.2019

um 14:15 Uhr routinemäßiges Zähnchenkürzen mit Bubi und Blutkontrolle wegen des Verdachts auf E.C.

Wert klettert weiter. 1. Bluttest 15%, 2. Test 23%, heutiger 3. Test 30%.

Dieser Wert ist ein Indiz dafür, dass das Immunsystem  auf Hochtouren arbeitet. Der kleine Körper kämpft. Es geht ihm augenscheinlich aber gut....MEIN BUBI :-)


2020

Und es geht schon wieder los...

05.01.2020 

Biba geht es schlecht. Sie hat ein dickes Bäuchlein und versteckt sich.  Mehrfach Dimeticon und  2 Tropfen Metacam, verdünnt mit Wasser. Alle 2 Stunden Kontrolle und Bauchmassagen. Mehrere meiner Kaninchen haben Matschkot.

Was ist das wieder? Am 07.01. muss Bibo zur Kontrolle, wegen des Tumors...übermorgen. Ich werde bei der Gelegenheit Biba gleich mitnehmen und Kotproben abgeben. Ich vermute Kokzidien. Dann müssten alle Häschen behandelt werden. Sollte sie morgen allerdings noch so durchhängen wie heute, muss ich gleich nach der Arbeit mit ihr zum TA.

Sie hat ausserdem kleine Entzündungen in den Ohrlappen, die ich beobachte. Alle sind geimpft, aber das heißt ja nicht, dass nicht trotzdem eine Myxomatose auftreten könnte. Bitte nicht! Ok...nein...ich sollte nicht vom Schlimmsten ausgehen... aber Ruhe bewahren ist nicht immer so leicht.

 

06.01.2020 

Biba läuft im Gehege herum. Wenigstens was...

Am Abend, nach der Arbeit, kontrolliere ich sie genau. Reinige ihre Öhrchen mit Ohrreiniger und schneide ihre Krallen. Das Geschlechtsteil ist gerötet. Etwas Ausfluß hat sie auch. Ich reinige sie gründlich mit feuchten Tüchern, damit sie fein ist für den morgigen TA - Besuch. Mache mir Sorgen. Sie hasst es, so festgehalten und angefasst zu werden. Arme Biba. Ich hab keine Ahnung, was hier los ist.

 

07.01.2020

Besuch beim TA. Bibos Tumor wächst. Nach der Gabe des Kontrastmittels, konnte man auf der Röntgenaufnahme gut sehen, dass es nichts vom Darm ist, sondern definitiv ein Tumor. Dieser ist inzwischen so groß, dass er die Luftröhre leicht anhebt.

Wenn ich in Kürze feststelle, dass es ihm schlechter geht und er sich quält, muss ich eine Entscheidung treffen- mein Herz schmerzt. Aber ich will auf keinen Fall, dass er leidet.

Biba scheint keine Myxomatose zu haben, sondern sehr wahrscheinlich Kaninchensyphilis. Wenn bis zum Ende der Woche die Vulva noch so gerötet ist, müssen wir davon ausgehen. Die Symthome sind denen der Myxomatose tatsächlich etwas ähnlich. Dann soll 5 Tage in Folge Penicillin gespritzt werden. Ich werde einige Tage zusätzlich kollodiales Silberwasser ausprobieren, indem ich ihre Öhrchen damit reinige und ihr Geschlechtsteil abtupfe.

Fazit zum Silberwasser: ich konnte, in diesem Fall, leider keine Besserung feststellen. Zu Mindest in den Öhrchen, hatte ich das erhofft- schade.

 

13.01.2020

Kontrolle beim Tierarzt. Erstmal röntgen, um Bibas Gebärmutter anzuschauen. Diese ist sehr stark vergrößert und durch die Bauchdecke tastbar. Normlerweis ist das Organ so klein, dass es auf  Röntgenaufnahmen, laut Tierarzt, kaum zu sehen ist. Daher kommt evtl der Ausfluß, den sie hat. Eine Kastration wird unumgänglich.

Die Penicilinbehandlung gegen die Kaninchen Syphilis beginnen wir heute auch, bis einschließlich 17.01.2020. Zusätzlich bekommt sie Bene Bac, um die Darmflora aufrecht zu erhalten. Sie hasst mich dafür, dass ich sie dauern fangen muss, um sie zu behandeln. Sie wehrt sich, mit vollem Körpereinsatz. Das Schlagen mit den Hinterläufen, ist dabei eine sehr effektive Methode, den Feind abzuwehren (als solchen betrachtet sie mich scheinbar ) - ich habe wirklich Respekt vor den Krallen! Kaninchen haben kräftige Hinterläufe, in denen viel Wucht steckt. Ich muss dolle auf mein Gesicht und auf meine Augen aufpassen, während ich sie verarzte. Sie ist ein wildes, kleines Ding :-), meine süße Biba.

 

17.01.2020

Die Behandlung mit Penicilin ist beendet. Die Öhrchen sollen noch mit einer antibiotischen Salbe behandelt werden. Und noch einige Tage Bene Bac für den Darm. Ich soll die Sache im Auge behalten. Wird gemacht.

 

27.01.2020

Bubis Backenzähnchen werden unter Narkose gekürzt. Gegen 18 Uhr kann ich ihn abholen. Alles ist gut verlaufen. Zu Hause versteckt er sich. Er hat die Nase erstmal voll. Man sieht ihm an, dass er völlig fertig ist.

 

 

Meine Güte, was tut man nicht alles, für die geliebten Tierchen. Wir sind Dauergäste in der Praxis Tholen... Mann oh Mann

Trotzdem denke ich manchmal, es reicht nicht.

 

 

18.02.2020

Bubi muss wieder zum Zähnchenkürzen. Dabei stellt die Arztin fest, an den Backenzähnen sind schon wieder Spitzen. Es ist doch erst 3 Wochen her! Er kann doch nicht ständig in Narkose!

 

 

05.03.2020

Bubi war wieder beim Zahnarzt.

Ich habe meinen Bibo heute früh zitternd und taumelnd vorgefunden. Der Krebs hat gewonnen. Mein Dickerchen wurde heute um 10:30 Uhr erlöst. Er hat ein Plätzchen im Garten und für immer in meinem Herzen.

 

 

30.03.2020

Sorge um Hermine!

Sie macht leise Quiekgeräusche und signalisiert mir: bitte nicht anfassen!

Eigentlich lässt sie sich gerne streicheln. Ich habe einen bösen Verdacht. Ich kann nichts ertasten, aber ich glaube, es könnte wieder Krebs sein, an einer anderen Stelle im Körper. Wenn das so ist, hat sie noch ein Jahr geschafft, nach der OP. Ich werde sie nicht quälen und ihr erneut die Tortur einer großen Operation zumuten, denn sie ist schon alt. Ich hoffe, dass ich mich irre.

Ich habe ihr vorsichtshalber ein Schmerzmittel gegeben und ich fahre morgen mit ihr zum Tierarzt. Schnuffel ist so ruhig, der kommt auch gleich mit- einmal in die Öhrchen gucken, zur Kontrolle. Und Bubi zum Zähnchenkürzen.

 

31.03.2020

Bubis Zähnchen wurden gekürzt, in absehbarer Zeit sind auch die Backenzähnchen wieder dran.

Schnuffel und Puffel haben eine Ohrenentzündung. Die Ohren werden täglich mit Epiotic Ohrreiniger (Foto unten) gespült und in 14 Tagen wird kontrolliert. Da die beiden Widder sind, war das früher oder später zu erwarten. Meistens passiert das nicht bei jungen Kaninchen, sondern erst, wenn sie etwas älter werden. Zur Sicherheit, behandel ich alle meine Widder damit. Also auch Inge und Biba-  Biba hatte schon einmal was an den Ohren.

 

Hermine hat augenscheinlich keinen neuen Krebs, sondern die Maus hat Rückenschmerzen. Sie hat eine altersbedingte Arthrose entwickelt. Sie bekommt jetzt erstmal täglich ein Schmerzmittel, damit sie sich ein wenig entspannen kann, die arme Kleine. Dazu RhodiCare Artrin, 2.Foto unten.

 

01.04.2020

Alle Widder  wurden mit Ohrreiniger behandelt. Hermine hat Schmerzmittel bekommen und dazu eine Rückenmassage. Die hat sie sich gerne gefallen lassen. Sie schien auch nicht ängstlich zu sein.

Puffel hat bei der Ohrbehaldlung meine Hände geschleckt....der Süße, ich liebe ihn so sehr.

Schnuffi war auch recht brav. Er mag es nicht, aber er erträgt es ganz geduldig.

Biba ist etwas Widerspenstig, wie gewöhnlich. Aber auch bei ihr hat es geklappt- sie hasst mich, ich weiß es. Sie hasst uns Menschen alle.

Dabei kann ich mir nicht erklären, wieso eigentlich. Ich schiebe es mal darauf, dass sie eine echte Diva ist . 

Der Ohransatz wird mit vorsichtigem Druck massiert, damit sich das Sekret im Gehörgang durch den Reiniger etwas verflüssigt. Wenn sich das Tier nach der Behandlung schüttelt, um die Flüssigkeit aus den Ohren zu schleudern, kommt hoffentlich alles mit heraus, was nicht hinein gehört. Schmutz, Ohrenschmalz und alles, was einen Nährboden für böse Bakterien und Pilze bildet. So ist der Plan und diese Prozedur wiederholen wir jetzt Tag für Tag.

 

04.04.2020

Puffel hat sich die Haut unter den Öhrchen Wund gekratzt. Also  betupfe ich die Stellen mit Bepathen Salbe. Wir spülen jetzt auch mit Kochsalzlösung.

Genaueres zur Behandlung der Ohrenentzündung + Rezept für Kochsalzlösung zum Spülen unter Krankheiten Fotos

 

07.04.202

Wieder mit Puffel zum Tierarzt. Termin 17:45

Die wunde Stelle unterm Ohr wird schlimmer. Evtl juckt es stark, da das Ohrenschmalz durch die Spülungen aufweicht. Ich meine auch, es bildet sich eine stärkere Wölbung.  Schmerzmittel habe ich bereits gestern verabreicht und die Krallen gekürzt.

Werde ihm heute auch etwas Metacam geben. Der Schädel wurde geröntgt und wir können mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Entzündung noch nicht im Mittelohr ist. Das ist gut. Somit können wir es wagen, Ohrentropfen zu geben. Diese dürfen allerdings auf keinen Fall abgeleckt werden. Weder Puffel selbst, noch eins der anderen Kaninchen darf das Zeug oral aufnehmen. Das ist kompliziert und bedeutet, ich muss ihn separieren. Heute macht es die Tierärztin und zeigt mir, wie es funktioniert. Kaninchen haben zum einen den Gehörgang und daneben eine kürzeren Blindgang. Es gilt, den Richtigen zu treffen. Zu Hause muss Puffel zur Sicherheit in einen abgetrennten Abteil im Gehege, bis morgen früh.

 

08.04.2020

Hermine bekommt eine Rückenmassage und genießt es offensichtlich. Sie knispelt mit den Zähnchen.

Schnuffel und Biba spüle ich die Ohren nochmals mit Kochsalzlösung. Puffel und Schnuffi erhalten zusätzlich etwas Metacam, weil sie beide so ruhig sind. Glücklich sehen sie nicht aus, denn die Öhrchen tun sicher weh. Mal schauen ob Schnuffel ebenfalls die Ohrentropfen bekommt, wenn Puffel die Behandlung erfolgreich abschließt.

Wir behandeln am Abend wieder damit und Puffel muss danach, wie letzte Nacht, in seinen separaten Bereich. Erst morgen früh darf er zurück zu den anderen. So machen wir das jetzt die ganze Woche.

Das Verabreichen der Ohrentropfen ist ein Spagat. Ich brauche eine zweite Person, die ihn fixiert.

Er ist aber heute, wider Erwarten, recht brav- Gott sei Dank. Es geht nichts daneben, was er abschlabbern könnte. Die Tierärztin hat mich ausdrücklich gewarnt und gesagt, ich soll unbedingt sehr sorgfältig sein. Für heute haben wir es geschafft.

 

09.04.2020

Puffel hat die zweite Nacht alleine gut überstanden. Er hat sich in seine Kuschelhöhle gekuschelt und das schien ok zu sein. Na ja...blöd ist es schon, aber er kann das aushalten. Es ist ja nur für eine Woche.

Etwas Metacam für beide Ohrenpatienten.

Die Behandlung haben wir auch am heutigen Abend gut hinbekommen.

 

15.04.2020

Fahre mit Hermine, Ingeborg und Bubi zum Impfen.

Inges Öhrchen sind fein. Das lassen wir gleich bei der Gelegenheit kontrollieren, weil sie ebenfalls ein Widderchen ist.

Schnuffel ist heute nochmal mit dabei, weil ich gerne seine Öhrchen röntgen lassen möchte. Die Aufnahme ist in Ordnung und zeigt keine schlimmen Veränderungen im Ohr. Also spülen wir einfach weiter regelmäßig.

 

07.05.2020

Bubis Zahnsanierung ist fällig. Heute sind auch die Backenzähnchen dran, wo sich inzwischen wieder Haken gebildet haben. Ich hab immer Angst, wenn er dafür in Narkose gelegt werden muss. Ich werde ihn gegen 17 Uhr abgeben und morgen früh wieder abholen.

Das Spülen der Ohren bei Puffel und Schnuffel geht nach wie vor in Abständen, alle Paar Tage, weiter. Ob eine Besserung eintritt, muss sicher in einigen Wochen nochmal vom TA nachgesehen werden. Wir bleiben dran.

20:34 Uhr Anruf vom TA. Bubi ist wach und wohl auf...Gott sei Dank...mein Bubi

 

08.05.2020

Kurz nach 10 Uhr hab ich Bubi abgeholt. Noch Stunden nach der Entfernung des Verbandes von dem Ohr, an dem die Narkose gelegt wurde, hängt das Öhrchen. Es will sich gar nicht wieder aufrichten. Normalerweise dauert das nicht lange. Das Auge tränt auch ein wenig. Wurde hier evtl etwas verletzt?

 

09.05.2020

Der Tierarzt schaut sich das Problem nochmal an und vermutet eine Art Muskelkater, da das Ohr durch den Verband abgeknickt war- über Nacht evtl etwas lange. Ein Nerv sei unwahrscheinlich.

Wir sollen warten. Bubi bekommt ein Schmerzmittel, falls es ihm weh tut.

Sämtliche Recherchen im Internet über so einen Fall ergeben : NICHTS

Deprimierend.

11.05.2020

Ohr hängt immer noch. Es sind 4 Tage verstrichen und die Situation ist unverändert.

 

17.05.2020

Nach nunmehr 10 Tagen kann man sagen, dass das Ohr wieder etwas besser aussieht. Es steht so halbwegs wieder. Beim Hoppeln wackelt es allerdings rauf und runter und hat kaum Spannkraft. Ob sich das noch stabilisiert? Bubi ist ein absolutes Stehohr, normalerweise.

Update: nach sage und schreibe 3 Wochen steht das Ohr endlich wieder.

 

18.06.2020

Puffel geht es morgens gar nicht gut. Er kommt nicht zum "Frühstück" und versteckt sich in der Hütte, in der hintersten Ecke. Er macht die Augen zu und knirscht mit den Zähnchen. Das Schnäutzchen sieht spitz und angespannt aus- alles deutet auf Schmerzen hin.

Ich untersuche ihn, kann aber nichts finden. Ich rufe beim Tierarzt an und frage, ob ich im Laufe des Tages einfach schnell vorbei kommen kann. Ich bekomme von der Arbeit die Gelegenheit, ihn Vormittags zum TA zu bringen zu können.

Diagnose Magenüberladung. Auf dem angefertigten Röntgenbild ist das sehr gut sichtbar, aber es ist kaum tastbar. Der Bauch ist nicht so hart, wie man das erwarten würde.

Es war gut, sofort zum Arzt zu fahren. Bis zum Abend hätte er es evtl nicht überlebt, denn der Kreislauf kann total versagen. Puffel hat nur noch 35° Körpertemperatur und somit schon Untertemperatur. Die normale Temperatur eines Kaninchens liegt bei ca 39 °.

Ich fahre wieder zur Arbeit und Puffel bleibt über Nacht in der Klinik. Er bekommt eine Infusion, Dimeticon, Schmerzmittel und etwas zum Anregen der Darmtätigkeit. Später wird er gepäppelt. Abends gegen 21 Uhr telefoniere ich mit der behandelnden Ärztin noch einmal, um mich zu beruhigen. Puffel fängt schon an, sein " Hotelzimmer " umzuräumen. Das ist ein gutes Zeichen. Allerdings setzt er immer noch keinen Kot ab. Das muss auf jeden Fall abgewartet werden.

 

19.06.2020

Puffel kann abgeholt werden. Es geht ihm wieder besser. Er hat geköttelt, was bedeutet dass der Darm funktioniert.

Die Ohren wurden bei der Gelegenheit gleich mit geröntgt um zu schauen, ob die Otitis sich verschlimmert hat. Dies ist aber augenscheinlich nicht der Fall, Dank meiner Bemühungen und regelmäßigem Spülen der Ohren.

Die Rechnung ist wieder saftig, aber meinem Puffelmann geht es gut. Ein weiteres Leben, das gerettet wurde. Eins muss man ganz klar sagen: in so einer Situation besteht akute Lebensgefahr für ein Kaninchen, wenn man zu spät oder gar nicht handelt.

 

31.07.2020

Bubi frisst nicht und der Bauch kullert. Besuch beim Tierarzt. Behandlung mit Dimeticon und Rodi Care.

 

06.08.2020

Impfung gegen Myxomatose bei Schnuffel, Puffel und Biba.

 

12.08.2020

Puffel hat wieder Bauchweh. Er bekommt eine Infusion und eine Spritze gegen Schmerzen sowie für die Darmtätigkeit. Das Bäuchlein ist leer und ich muss ihn päppeln.

 

10.09.2020

Puffel versteckt sich wieder einmal. Der Bauch kullert. Ich gebe Dimeticon und Metecam Schmerzmittel.

 

11.09.2020

Ich gebe nochmal Dimeticon. Puffel knabbert zaghaft am Futter. Ich päppel ein wenig. Der Eindruck ist mäßig. Mal schauen wie es ihm heute Abend geht.

 

12.09.2020

Puffel läuft herum und frisst wieder normal. Er macht einen besseren Eindruck als gestern.

 

17.09.2020

Heute war Bubi zum Zähnchenkürzen bei Tante Doktor. Nächste Woche findet die Backenzahnsanierung statt. Der Plan ist, den einzelnen Schneidezahn bei der Gelegenheit zu ziehen, wenn Bubi sowieso in Narkose ist. Wir sind hoffnungsvoll, dass er dann besser kauen kann und dass dadurch der permanente Durchfall besser wird. Eigentlich war der heutige Termin nicht vorgesehen. Der Schneidezahn war allerdings so lang, dass Bubi nicht bis zur nächsten Woche hätte warten können. Der Zahn hat bereits unten ins Zahnfleisch gepiekt. Innerhalb einer Woche wäre dieser um weitere 3 mm gewachsen und hätte Schmerzen verursacht. Wenn der Bösewicht gezogen wird, findet evtl. an den Backenzähnchen ein besserer, gleichmäßigerer Abrieb statt und wir brauchen diese dann in Zukunft nicht mehr in Narkose kürzen zu lassen. Das wäre ein Traum. Kein Narkoserisiko und kein Stress mehr für Bubi- ich hoffe, der Plan geht auf./ Termin Zahnsanierung etwas verschoben.

 

28.09.2020

Puffel muss wegen erneuter Aufgasung mal wieder stationär aufgenommen werden. Diesmal ist es schlimmer als im Juni. Der Magen ist noch aufgeblähter. Am Abend hat er noch nicht geköttelt und kann nicht abgeholt werden.

 

29.09.2020

8.00 Uhr Anfuf beim TA.  Puffel hat noch nicht geköttelt und frisst noch nicht allein. Guckt aber schon mal in der Gegend herum.  18.30 Uhr gleich nach Feierabend erneuter Anfuf beim TA. Puffel  hat inzwischen geköttelt wie verrückt und wütet in seiner Box. Er fühlt sich viel besser und darf abgeholt werden. Er bekommt noch Dimeticon und Anti Hairball.

 

06.10.2020

Der traurigste Tag den ich mir vorstellen kann. Mein Bubi hat mich um 19:10 Uhr verlassen. Er hat aufgehört zu atmen, nachdem ein Zahn gezogen wurde. Ich bin unendlich traurig. Die Entscheidung ihm zu helfen, indem man den Zahn zieht, war die Falsche. Ich bin entsetzt, traurig und wütend auf mich selbst. Es zerreißt mir das Herz. Mein Bubi......nicht du, bitte, bitte nicht du.

 

14.10.2020

Ich fahre mit Ingeborg und Hermine zum Impfen. Es ist schwer, nach wenigen Tagen wieder an den Ort des Geschehens zu kommen. Die Tieräztin ist immer noch sehr betroffen von Bubis Tod. Ich mag ihre sehr menschliche Art.

Inge soll evtl irgendwann kastriert werden, da sich ihre Gebärmutter ertasten lässt. Bei ihr fangen die Öhrchen an, sich leicht zu entzünden. Wir werden ab sofort ihre Ohren regelmäßig spülen, genau wie bei Puffel und Schnuffel.

Hermine ist zwar alt, aber dafür ist sie noch recht fit.

Am Nachmittag und am Abend schaue ich nach den beiden, ob es ihnen nach der Impfung auch wirklich gut geht. Alles ok.

 

02.11.2020

Puffel hat immer wieder Probleme mit Gasbildung. Ich habe mir einen Vorrat an Dimeticon zugelegt, um sofort etwas geben zu können. Wenn ich den Anschein habe, etwas stimmt nicht, bekommt er 4ml davon. Evtl. kann ich das Übel im Keim  ersticken. Ich bin ständig auf der Hut und beobachte sein Verhalten, taste das Bauchi ab und achte auf Kullergeräusche. Armer Kerl.

Ich bestelle die Dinge inzwischen im Internet, um etwas Geld zu sparen. Beim Tierarzt sind die Mittelchen erheblich teurer und ich kaufe sie dort nur im Notfall, wenn ich sofort etwas brauche.

14.11.2020

Sei einigen Tagen entdecke ich immer mal etwas Durchfall, in beiden Lagern. Gebe den Verdächtigen Kandidaten Bene Bac. Das muss ich im Auge behalten.

Puffel hat heute scheinbar wieder etwas Bauchweh.  Habe 2 x Dimeticon gegeben und ich beobachte ihn.

 

25.11.2020

Biba hat nun auch seit Tagen Durchfall. Von gestern auf heute ist der Kot richtig dünnflüssig. Sie versteckt sich. Termin beim Tierarzt. Wir lassen den Kot untersuchen. Nicht dass es Kokzidien sind. Bene Bac hilft diesmal nicht wirklich gut.

Der Verdacht bestätigt sich aber Gott sei Dank nicht, es sind Hefen. Wir geben erstmal Rodi Care Dia und schaun was passiert. Ich behandel gleich alle verdächtigen Kandidaten damit, auch Puffi und Schnuffi. Bene Bac hilft in diesem Fall nicht gut, weil die Hefen sich von dem Zuckergehalt ernähren. Das ist schade und sehr ungünstig, denn eigentlich ist Bene Bac ein tolles Präparat bei Durchfall, je nach Ursache. Ich bin gespannt, wie das Rodi Care Dia sich auswirkt, denn es ist laut Beschreibung zuckerfrei.

 

26.11.2020

Ich glaube, Biba geht es ein wenig besser. Das muss ich natürlich im Auge behalten.

 

22.12.2020

Schnuffel hat seit einigen Tagen etwas behinderte Nasenatmung- man hört es.

Heute früh konnte ich Schleim aus seiner Nase ziehen. Am Nachmittag fahren wir zum TA.

Schnuffel hat Eiter in der Nase aber die Lunge ist frei.  Er wurde gründlich abgehorcht. Ein Röntgenbild der Lunge ist erstmal nicht notwendig. Er bekommt Antibiotika, etwas für den Darm und Rodi Care Pulmo für die Atemwege. Besser wir behandeln jetzt, als dass sich die Sache zu einer Lungenentzündung entwickelt.

 

26.12.2020

Ich habe das Gefühl, die Nasenatmung wird nach einigen Tagen der Behandlung leiser und hört sich weniger verschnupft an. Schnuffel lässt sich brav alles gefallen und nimmt seine Medikamente problemlos. Wir machen natürlich weiter, bis er ganz gesund ist. Grade bei Antibiotika ist es wichtig, das Präparat nicht vorzeitig abzusetzen.

 

28.12.2020

Ich fahre mit Ingeborg zum Arzt. Sie macht keinen guten Eindruck auf mich. Sie scheint Schmerzen zu haben und frisst nicht.

Sie bekommt ein Schmerzmittel gespritzt und ich soll päppeln. Nach einer Weile frisst sie endlich wieder allein. Ich beobachte sie genau. Sie sitzt oft eingekauert in der Hütte.


2021

05.01.2021

Inge gefällt mir nicht. Ich gebe Schmerzmittel und beobachte mit Sorge ihre auffällige Atmung.  Ausserdem scheint sie ihren Urin nicht halten zu können. Sie riecht nach Pipi. Ich wasche sie, trockne sie und wenig später ist sie wieder nass. Was ist da los? Ich habe vor sie nächste Woche, in meinem Urlaub, kastrieren zu lassen, wegen der Gebärmutter. Im Oktober haben wir beschlossen, das bei Gelegenheit machen zu lassen, wenn ich wieder Urlaub habe. Die bestellten Bodys kamen heute mit der Post. Aber in dem Zustand kann ich ihr keine OP zumuten. Erstmal muss das geklärt werden.

 

06.01.2021

Nochmal zum Arzt. Röntgenaufnahme.

Niederschmetternde Diagnose:  Krebs in der Blase, Krebs gestreut in der Lunge. Deshalb das PIPI Problem und die Atmung.

Genau drei Monate nach Bubi lasse ich meine Ingeborg gehen, weil sie nicht leiden soll. Ich vertaue dem Arzt, der sagt, man kann nichts machen. Alles was man tun kann, ist es herauszuzögern.

Ich kann es nicht glauben, jetzt auch noch du, meine süsse Inge. Im Arm hört dein kleines Herzchen auf zu schlagen.

Leb wohl, du Schöne.  Komm gut über die Regenbogenbrücke.

07.01.2021

Immer wieder finde ich Durchfallhäufchen. Das macht mir Sorgen.

Ich habe eine Kotprobe zur Untersuchung gegeben.

 

13.01.2021

Das Ergebnis der Kotprobe zeigt einen geringen Wurmbafall. Ich habe allen Kaninchen eine Wurmkur verpasst.

Würmer könnten natürlich der Grund für den Durchfall sein.

 

22.01.2021

Durchfall lässt nicht nach. Ich werde eine weitere Probe ins Labor schicken lassen.

Schnuffels Ohr ist entzündet. Die Tierärztin spült und holt jede Menge Eiter aus dem Ohr.

 

25.01.2021

Ich reinige Schnuffis Ohr mit Ohrreiniger und hole täglich Schnodder aus dem Öhrchen. Ich starte eine Behandlung mit Aurizon, in Absprache mit der Ärztin. Dieses Medikament ist wirksam, jedoch mit äusserster Vorsicht zu verwenden, da es Cortison enthält.

 

28.01.2021

Das Labor- Ergebnis lautet Klebsiella Pneumoniae ( Stäbchenbakterien ), gegen die wir jetzt mit Antibiotika vorgehen müssen.

Das gefällt mir gar nicht. Aber, wir haben endlich einen möglichen Grund für den Durchfall gefunden und fischen nicht mehr im Trüben. Es gilt die Ursache zu bekämpfen und nicht nur die Symtome. Desweiteren steht der gesamte Austausch der Gehegeeinstreu an. Momentan liegt Schnee, was es unmöglich macht. Aber sobald das Wetter es zulässt, muss der Bodenbelag komplett entsorgt und gegen frische Pinienrinde getauscht werden. Klebsiella sind Keime, die im Boden vorkommen und die Tiere krank machen.

 

01.02.2021

Die Behandlung des Öhrchens mit Aurizon ist abgeschlossen und das Ohr sieht augenscheinlich viel besser aus. Das lässt mich Hoffnung schöpfen. Wir spülen das Ohr und es kommen nur noch wenige Ablagerungen zum Vorschein. Da das Medikament, wegen des Cortisons, nicht länger als 7 Tage gegeben werden soll, wechseln wir jetzt auf Floxal um und setzen damit die lokale Behandlung fort. Cortison ist für Kaninchen sehr bedenklich. Aber in vielen Fällen ist es auch sehr wirksam. Da ich auf gar keinen Fall möchte, dass die Entzündung fortschreitet und am Ende nur noch eine OP helfen kann, ist es sprichwörtlich eine Entscheidung zwischen Pest oder Cholera. Da Schnuffel schon sehr lange gegen die Ohrenentzündung kämpft und wir diese unentwegt mit Spülungen in Schach halten, habe ich die Entscheidung getroffen, die möglichen Nebenwirkungen des Medikaments, den Strapatzen einer OP und den dauernden Schmerzen, die das Tier erträgt, vorzuziehen- hoffnungsvoll.

 

02.02.2021

Jetzt hat Schnuffel auch noch eine Bindehautentzündung.....

Ich habe zum Glück Augentropfen da, aber zunächst versuchen wir es mit Spülungen mit Kochsalzlösung. Da ich im Moment Zeit habe, kann ich stündlich spülen und schauen, ob es bis heute Abend etwas besser wird. Wenn nicht, fangen wir morgen mit den Augentropfen an. Eigentlich möchte ich nicht noch mehr Chemie einsetzen, denn Schnuffel hat viel durchgemacht in der letzten Zeit und wurde mit allerlei Medikamenten behandelt. Kochsalzlösung hat sich schon oft als nützlich erwiesen. Es wäre schön, wenn es hilft.

Also, das Jahr fängt wirklich schon gut an...

 

Gegen Abend muss ich einsehen, dass die Kochsalzlösung nicht hilft. Es wird deutlich schlechter. Eiterschlieren auf dem Auge und Eiter in den Augenecken. Also doch Augentropfen. Ich säubere vorsichtig die Augen mit der Kochsalzlösung und dann tropfe ich noch 2x, im Laufe des Abends mit Gentamicin vom Tierarzt.

 

03.02.2021

Heute schon 2x getropft. Das Auge wird sichtbar besser.

 

08.02.2021

Schnuffis Nase läuft wieder etwas. Der Schnupfen sieht weißlich aus. Die Augenentzündung ist noch nicht ganz weg. Ob der Tränennasenkanal verstopft ist? Termin beim Tierarzt vereinbart. Evtl muss der Tränenkanal mal durchgespült werden.

 

11.02.2021

Wie sich nun nach einer Röntgenaufnahme herausgestellt hat, ist plötzlich ein Backenzahn im Oberkiefer, leicht am Rumoren. Wenn sich das nicht beruhigt, muss der raus. Der Tränenkanal wurde gespült. Es kam etwas Eiter heraus, aber nicht viel. Wir probieren jetzt andere Augentropfen, für ein Paar Tage. Wenn das Auge dann wieder schlimmer wird, bleibt uns wohl nichts übrig, als den Bösewicht zu ziehen.

 

28.02.2021

Das Gehege ist gereinigt, der Boden abgetragen und komplett frisch eingestreut mit Holzschnitzeln. Ich hoffe, das ist der Besserung des Durchfalls zuträglich.

Schnuffel, Puffel und Biba wurden geimpft und sind somit bereit, für den Frühling.

 

06.03.2021

Schnuffels Auge ist besser geworden, bleibt aber nach wie vor unter ständiger Beobachtung.

Das linke Ohr flammt leider wieder mehr auf. Es wird täglich kontrolliert und gereinigt.

Der Durchfall ist an machen Tagen gar nicht vorhanden und an anderen Tagen, finde ich mehrere breiige Haufen im Gehege, sowie Spuren an den Hinterteilen meiner Häschen. Das Antibiotikum hat leider nicht gewirkt. Das heisst besondere Vorsicht, denn mit den ersten angenehmeren Temperaturen, sind auch die ersten Fliegen unterwegs und warten darauf, an leckeren  Kacki- Popos ihre Eier abzulegen.

Ich habe effektive Mikroorganismen bestellt und werde eine Kur mit den Tieren machen. Ich hoffe, wenn der Darm gut besiedelt ist, kann er sich selbst helfen und die bösen Klebsiellen  verdrängen. Sollten gute Bakterien nichts bewirken, gibt es noch die Möglichkeit, ein weiteres Antibiotikum zu versuchen.

 

09.03.2021

Nach hin und her Überlegungen, habe ich ein zweites Antibiotikum vom Tierarzt auswählen lassen.

 

19.03.2021

Alle Kaninchen wurden bis gestern, 9 Tage am Stück, behandelt. Also zwei Tage länger, als vorgeschrieben.

Zusätzlich täglich effektive Mikroorganismen, die ich als Kur über einige Wochen, weiter gebe. So, wie ich es ohnehin vor hatte, damit der Darm gestärkt wird.

Ich finde immer noch weiche Kothaufen und ich bete, dass dies jetzt vom Antibiotikum kommt. Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.

Demnächst werde ich eine weitere Kotprobe ins Labor geben, um diese auf Klebsiella Pneumoniae untersuchen zu lassen.

 

30.03.2021

Erneut Kot ins Labor geschickt. Der Durchfall ist inzwischen viel besser. Die Kaninchen bekommen alle, nach wie vor täglich, effektive Mikroorganismen. Diese sollen die pathogenen Keime aus dem Darm verdrängen.

 

01.04,2021

Schnuffels Ohrgrundabszess ist bei der heutigen Ohrreinigung scheinbar geplatzt. Ich konnte, mit einem Schlauch und einer Spritze, eine Menge Eiter und Blut absaugen. Jetzt ist die Beule am Ohransatz relativ flach. Ich war in der Lage, Medizin tief genug in den Gehörgang zu spritzen, damit  sie jetzt hoffentlich etwas bewirkt. Der Gehörgang war so dicht durch den Abszess, dass nichts dorthin gelangen konnte, wo es seine Arbeit tun sollte.

Zunächst hab ich mich erschreckt, als der Abszess geplatzt ist. Schnuffi hat sich scheinbar auch erschreckt, denn er wollte flüchten. Vielleicht tat es in dem Moment auch weh.

Jetzt glaube ich, es war auf jeden Fall gut so und Schnuffi scheint keine Schmerzen deshalb zu haben. Er frisst, putzt sich und erscheint mir ganz normal.

Ich denke, der quälende Druck, der sich dort aufgebaut haben muss, lässt nach. Wir werden jetzt täglich versuchen, so tief wie möglich mit den Medikamenten ins Ohr zu gelangen und hoffen endlich auf Besserung.

 

06.04.2021

Das Ei am Ohr hat inzwischen wieder den doppelten Umfang erreicht. Der Abszess füllt sich leider erneut. Wir haben morgen einen Termin beim Tierarzt. Hermine kommt bei der Gelegenheit gleich mit, zum Impfen.

Ich brauche Beratung, welche Optionen wir jetzt haben. Mit Spülungen und Ohrentropfen kommen wir nicht mehr weiter.

 

07.04.2021

Nächste Woche geht Schnuffel ins CT und dann wird sich zeigen, wie tief die Entzündung bereits vorgedrungen ist.

Der Termin für die OP, die ich eigentlich nie machen lassen wollte, ist angesetzt.  Jetzt, da ich vor der Wahl stehe, Schnuffi aufzugeben oder nicht, entscheide ich doch anders. Es ist, wie immer, eine Herzensangelegenheit.

Das Ergebnis der Kontroll-Kotprobe ergab, keine Klebsiella Pneumoniae mehr.

Dafür nun Kokzidien. Behandlung mit Baycox 5%.......Woher kommen die Biester nun????? Das Gehege ist doch total frisch und alles ist clean!!!!

Hermine wurde noch nicht geimpft. Termin aufgeschoben.

 

12.04.2021

Die Behandlung mit Baycox scheint den Appetit zu hemmen.

Oberflächen wurden gestern und heute mit heissem Wasser gereinigt und gespült. Der neu angelegte Sandstreifen, wurde Zentimeter für Zentimeter mit heissem Wasser geflutet. Kokzidien sterben bei hohen Temperaturen.

 

14.10.2021

Um 13 Uhr ist Schnuffis Termin und mein Herz schlägt mir jetzt schon bis zum Hals...es ist erst 8 Uhr.

Sollten die CT Aufnahmen zeigen, dass wir Schnuffi mit einer OP helfen können, dann hoffe ich das Beste für ihn.

Die Erinnerung an den 06.Oktober 2020 ist noch wach. Da hat mein Bubi mich, während er in Narkose war, einfach verlassen.

Diese Operation ist eine größere Sache. Ich hoffe, der Kleine schafft das.

20 Uhr, Schnuffel darf abgeholt werden.

Za Hause frisst er, als wäre er ausgehungert. Wahrscheinlich hat er im Moment keine Schmerzen. Er hat alle gut überstanden. Das Ohr sieht natürlich gruselig aus.

 

15.04.2021

Schnuffel sitzt in der Ecke, sein Auge ist verklebt und halb geschlossen. Fressen will er nichts. Jetzt hat er Schmerzen.

Er bekommt über den Tag verteilt alles was er braucht. Zwei verschiedene Schmerzmittel, Päppelnahrung, Antibiotika, effektive Mikroorganismen für den Darm und was nicht vergessen werden darf, das Baycox gegen die Kokzidien. 

Der Stress durch die OP und die Schmerzen schwächen jetzt natürlich wieder das Immunsystem und die Biester freuen sich des Lebens.

Das Auge säubere ich mehrfach vorsichtig mit Kochsalzlösung. Alle zwei Stunden wird er mit Nahrung versorgt. Eine Wärmflasche hat er auch bekommen, da Hermine zum Ankuscheln fehlt. Sie darf nicht zu ihm, denn sie würde an dem operierten Ohr schlecken. Mein armes Kerlchen. In einigen Tagen wird es hoffentlich besser.

 

 

19.04.2021

Schnuffis Schwellung am Ohr klingt langsam ein wenig ab und es geht ihm etwas besser, soweit ich das einschätzen kann. Der gesammelte Löwenzahn hat gestern jedenfalls geschmeckt. Das hat mich gefreut. Wir müssen also nicht mehr päppeln.

Er zeigt mir auch wieder, was er nicht will, indem er mich mit der Nase knufft. Das ist ein gutes Zeichen, denn er scheint allmählich neue Energie zu erlangen.

Schmerzmittel und alle Medikamente die er benötigt, bekommt er natürlich weiter. Die Wunde wird täglich, mit einer speziellen Spüllösung vorsichtig, satt betupft. Das Auge sieht viel besser aus, denn er putzt sich wieder allein.

Ich hoffe, die liebevolle Behandlung zahlt sich am Ende für den kleinen Mann aus.

 

21.04.2021

Plötzlich tritt Eiter aus der Wunde aus. Bis gestern Abend war davon nichts zu sehen.

Wir waren beim  Tierarzt und haben nun ein anderes Antibiotikum bekommen.

 

22.04.2021

Die Wunde sieht stark infiziert aus. Ich desinfiziere mehrfach täglich. Morgen müssen wir wieder zur Kontrolle.

 

29.04.2021

Schnuffis Schorf und Krusten sind, nach nunmehr 15 Tagen, zum großen Teil abgefallen. Darunter kam noch Eiter zum Vorschein. Es wird weiter desinfiziert und Medikamente werden weiterhin gegeben. Morgen geht es wieder ab zum Doktor.

Alles geht sehr langsam voran, aber wir kämpfen unermüdlich .

Im Gehege habe ich Durchfall gefunden....

Bitte nicht schon wieder ...

Die Heißwasser- Aktion habe ich schon X Mal durchgeführt. Heute behandel ich den Sandstreifen, alle Futterstellen, Steine und Gefäße nochmal komplett mit kochendem Wasser. Besonders den Sand, denn da wird geköttelt.

Aus Knoblizem Knoblauch-Futter rühre ich einen Brei an und verabreiche diesen mit einer Spritze. Meine Kaninchen mögen das Futter leider nicht. Das Einflößen mit der Spritze funktioniert aber ganz gut.

Falls noch Kokzidien da sind, wird es ihnen durch den Knoblauch hoffentlich unbequem. Einen Versuch ist es wert.

 

30.04.2021

Schnuffis Wunde wurde beim Tierarzt schön gereinigt und etwas aufgefrischt, um die Heilung anzuregen. In einer Woche, sollen wir erneut zur Kontrolle. Bis dahin bleibt alles beim Alten, mit der Versorgung.

 

Ich habe vorsorglich Baycox mitgenommen, wegen des Durchfalls im Gehege. Ich werde es aber erst einsetzen, fall es notwendig wird. Dann müsste auch erneut eine Kotprobe untersucht werden. Ich fühle mich allerding beruhigter, wenn ich ein Medikament im Haus habe.  Vorerst versuchen wir es ohne Chemie, mit Knoblizem- sofern Kokzidien da sind, sollten sie flüchten. Wenn keine da sind, ist das Futter zumindest nicht schädlich. Die Tiere bekommen jetzt wieder Grünes von der Wiese. Vielleicht war auch das der Grund, für etwas Durchfall. Ich bin vorbelastet und habe inzwischen wirklich Respekt, vor möglichen Infektionen. Ruhig bleiben und beobachten!

 

05.05.2021

Wunde nochmals beim Tierarzt gereinigt

 

07.05.2021

Schnuffis Wunde sieht inzwischen schon ganz gut aus. Der Durchmesser der Wunde wird immer kleiner und es eitert kaum noch.

 

 

 

Bild Links    22.04., unten vor- oben einige Stunden nach der Auffrischung beim Tierarzt.

Bild Mitte    29.04.

Bild Rechts 12.05.

 

12.05.2021

Seit einigen Tagen kommt der kleine Mann ohne Antibiotikum zurecht und er kämpft tapfer.

 

15.05.2021

Schnuffi darf endlich zu Hermine raus, ins Gehege.

Eine halbe Stunde lang, wurde die Ordnung zwischen den beiden wieder hergestellt. Jetzt wird schon geschleckt und gekuschelt. Beide sind offensichtlich froh über Gesellschaft.

Das Ohr ist soweit gut, dass ich glaube, es gibt auch draussen keine Probleme mehr. Selbstverständlich wird beobachtet und die inzwischen relativ kleine Wunde, wird 2x täglich mit Jod Salbe versorgt. Ich habe den Eindruck, dass das nützlich ist.

Was mir Sorgen macht ist, dass das innere des Ohrs noch sehr zugeschwollen ist. Aber diese Woche schaut sich der Tierarzt alles nochmal an.

 

29.05.2021

Schnuffi geht es ganz gut. Die Tierärztin konnte jedoch leider wieder etwas Eiter aus inzwischen kleinen Wunde drücken.

Puffel hat leicht enzündete Ohren, die ich alle 2 bis 3 Tage reinige und spüle.

 

09.06.2021

Heute geht es wieder zum Tierarzt, zur Kontrolle. Schnuffels Wunde sieht gut aus. Die Krusten wurden gelöst. Mithilfe einer Knopfkanüle und Wasserstoffperoxid wurde gespült. Ich habe mir auch für zu Hause  eine Knopfkanüle besorgt.

Das ist ein gebogener Aufsatz für eine Spritze. Am Ende befindet sich eine kleine Kugel. Mit dieser kann man tiefe Wunden (Taschen) gut ausspülen, ohne dem Tier weh zu tun.

 

28.06.2021

Puffel geht es schlecht. Morgens Versorgung und in der Mittagspause nach Hause, zum erneutenVersorgen.

Er bekommt Schmerzmittel und wird gepäppelt, weil er scheinbar nicht frisst. Seine Tasthaare liegen flach am Mäulchen an, was immer ein Hinweis auf Schmerz ist.

Er hat etwas Durchfall gehabt. Ich wasche ihm den Popo, wegen der Fliegen.

Am Abend geht es ihm schon besser. Ich gebe ihm nochmal viel Flüssigkeit ins Mäulchen ein, angereichert mit effektiven Mikroorganismen für den Darm.

 

02.07.2021

Schnuffels Wunde ist sogut wie verschwunden. Es kostet Mühe, die winzige Öffnung offen zu halten, um noch alle 2 Tage die Tasche spülen zu können. Ich denke, langsam können wir zulassen, dass es sich komplett verschließt und verheilt.

Die Spülung der Ärztin mit Wasserstoffperoxid, hat sich als sehr nützlich erwiesen. Es kommt keinerlei Eiter mehr  heraus.

 

Das andere Ohr wird regelmäßig gereinigt. Es kommt jedes mal sehr viel käsige, weisse Masse heraus. Ein Gemisch aus Eiter und Ohrenschmalz. Was sich da sammeln würde, würde ich mich nicht so oft darum kümmern! Gar nicht auszudenken!

Das Gleiche ist bei Puffel der Fall.

Ich rate dringend jedem Widder Halter, die Ohren der Tiere regelmässig zu reinigen. Auch wenn äusserlich nichts zu sehen ist, kann es tief im Innern brodeln. Man erschreckt sich, was da im Verborgenen liegt.

Episqualan und spezielle, sehr gute Ohrentropfen vom Kaninchen - Clan, kommen zum Einsatz. Das Gemisch holt wirklich viel heraus.

 

15.07.2021

Das Loch an Schnuffels Ohr  wurde wieder erweitert und der Eiter, der sich angesammelt hat, wurde entfernt.

 

01.08.2021

Schnuffels Wunde am Ohr schließt sich leider wieder. In den nächsten Tagen müssen wir deshalb erneut zum Tierarzt.

 

04.08.2021

Schnuffels Ohr- Abfluss Wunde wurde wieder geöffnet.

 

15.08.2021

Die Wunde am Ohr geht wieder so zu, dass ich nicht mehr spülen kann. Es ist zum Verzweifeln. Es bleibt einfach nicht offen. Das wird uns sehr lange begleiten.

 

27.08.2021

Besuch bei Fr. Dr. Hämpke. Mini OP. Der "Abfluss" am Ohr wurde wieder erweitert, unter lokaler Betäubung. Schnuffel hat geduldig mitgemacht.

 

14.09.2021

Besuch beim Tierarzt mit Löffelchen und Bommel. Beide haben sich bei der Vergesellschaftung einen Zeh gebrochen. Löffelchen behandel ich schon seit 6 Tagen mit Antibiotika und Salbe. So soll ich noch einige Tage weitermachen. Bommels Kralle sieht nicht ganz so schlimm aus.