Regenbogenbrücke

 

 

 

Es heißt, auf der anderen Seite des Regenbogens warten saftige, weite Wiesen zum Toben und viel Sonnenschein. Viele andere Häschen  sind schon dort und nehmen den Neuankömmling in Empfang. Einsam ist dort keiner. Alle sind frei. Es gibt immer genug Futter und niemals Not. Für manche armen Seelen, ist dort bestimmt ein besserer Ort.

Es ist durchaus wichtig für uns, zu wissen, dass unser geliebtes Tier nicht einfach weg ist, sondern dass es seinen festen Platz findet, wenn es soweit ist.

 

Tiere zu halten und sie zu lieben, bedeutet irgendwann auch Schmerz. Das ist die Schattenseite, die wir hinnehmen müssen.

Für Menschen, die allein sind und für die das Tier- egal welcher Art- ein treuer BEGLEITER ist, ist der Abschied besonders hart. Manche Leute mögen die Trauer um ein Haustier als albern empfinden. Das ist sie ganz und gar nicht. Einen Verlust zu verspüren bedeutet, dass uns unser kleiner Freund wichtig war. Dass wir mit Herz für sein Wohl gesorgt haben. Genau so sollte es sein.

Hinter der Regenbogenbrücke gehts weiter...

 

 

 

 

Bibo, mein Dickerchen, du bist heute, am 05.03.2020 um 10:30 Uhr über die Regenbogenbrücke gehoppelt. Du hast in meinem Arm, deine letzte Reise angetreten. Du hast uns allen viel Freude gebracht. Leider bist du nicht so alt geworden, wie ich es mir gewünscht habe- geboren wurdest du im April 2017. Du hast in deinem kurzen Leben viel gelitten. Du hast schon früh ein Auge verloren, hast dir im Kampf diverse Verletzungen zugezogen und dann... kam der Tumor. Aber du hattes auch gute Zeiten in viel Gesellschaft, draussen im Gehege.

Dein Kampf gegen den Krebs, ist heute zu Ende gegangen.

Wir haben dich lieb und du bleibst immer in unseren Herzen. Es tut mir so unendlich leid, dass wir dir nicht helfen konnten. Dich gehen zu lassen, fiel schwer. Diese Entscheidung über Leben oder Tod zu treffen, war schlimm für mich... Aber du solltest auf keinen Fall leiden. Als vor fünf Monaten diagnostiziert wurde, dass du Lungenkrebs hast, war uns schon klar, dass du uns verlassen wirst. Leider eine Stelle, an der man dich nicht operieren konnte. Bis heute warst du ein tapferer, kleiner Krieger. Über Nacht kam nun noch ein anderes Problem hinzu- möglicherweise war es ein Schlaganfall oder auch ein E.C.- Schub, stressbedingt durch Atemnot oder Schmerzen.

Heute früh, als ich dich in dem jämmerlichen Zustand fand, schwer atmend, taumelnd und zitternd, hab ich mir gedacht: Du willst doch wohl nicht dein Köfferchen packen... oder ?

Die Lunge wurde nochmal geröntgt, um sicher zu gehen, bevor man etwas entscheidet. Der böse Krebs ist noch größer geworden und nahm dir die Luft weg. Vielleicht tat er dir inzwischen auch weh.

Jeglicher Versuch dich zu halten, hätte nur bedeutet, dass man etwas Unausweichliches herauszögert. Ich hab dir aber fest versprochen, ich lasse nicht zu, dass du dich quälst und du hast dich auf mich verlassen. Es war nun an der Zeit, leb wohl zu sagen und dich zu erlösen. Als Tante Doktor die Sritze gesetzt hat, hab ich dich gestreichelt. Dann hat dein kleines Herzchen einfach aufgehört, zu schlagen und du bist auf leisen Pfötchen von dannen gezogen...


Gute Reise, mein kleiner Schatz.

 

Ich kann gar nicht sagen, wie traurig ich bin. Aber Tierliebe bedeutet auch, loszulassen wenn die Zeit gekommen ist.

 

06.03.2020

Mein Dickerchen, ich glaube, es war die richtige Entscheidung- ich hoffe, dass es so ist. Der Verstand sagt: Ja, es war besser für dich. Der Verstand sagt auch, du warst dabei, dich aufs Sterben vorzubereiten- ich habe dir nur noch etwas geholfen, damit es leichter für dich ist.

Doch mein Herz schmerzt und es ist unmöglich, nicht zu weinen... wie soll es mir gelingen, den heutigen Tag zu überstehen?

Ich muss dauernd an dich denken.

Aber diese Trauer, gehört wohl dazu. Und es wird eine Weile dauern, bis ich verstehe, dass du fort bist. Du bist der erste, aus der Kaninchen-Familie, der uns verlassen hat. Mein armes Kerlchen, dir blieb aber auch nichts erspart.

 

21.03.2020

Dickerchen, ich habe dir heute frische Blümchen aufs Grab gepflanzt. In Lila und Gelb. Es liegt noch ein großer Stein auf der Platte. Es muss etwas sacken. Dann bekommst du noch mehr bunte Blumen. Ich kann nicht verhindern, dass die Tränen wieder kullern. Du hast halt der Bande da draußen Charakter verliehen. Du warst ein besonderer Hasenmann.

Du fehlst mir.

 

 


Schnecke sollte im April  in die Gemeinschaft der Hoppelfreunde aufgenommen werden, da sie allein war- so war jedenfalls der Plan.

Leider hat sie heute, am 24.03.2020, ihr Köfferchen gepackt. Immer wiederkehrende, schlimme Kieferentzündungen und Operationen, haben es ihr schwer gemacht.

Sie war schon zehn Jahre alt und ihr Kampf ist nun vorüber.

Gute Reise, kleiner Schatz, komm gut drüben an und grüß Bibo, wenn er dir über den Weg hoppelt...